Zukunftsfinanzierungsgesetz soll Aktienanlagen stärken

Das Bundesministerium der Finanzen (BMF) sowie das Bundesministerium der Justiz haben die Eckpunkte für ein Zukunftsfinanzierungsgesetz vorgestellt. Durch verschiedene steuerrechtliche Maßnahmen soll die Finanzierung von Zukunftsinvestitionen verbessert und der Kapitalmarktzugang für Unternehmen erleichtert werden.

Das Zukunftsfinanzierungsgesetz soll die steuerliche Attraktivität von Aktien- und Vermögensanlagen stärken, insbesondere durch die Förderung von Aktiensparen u.a. durch einen höheren Freibetrag für im Privatvermögen erzielte Gewinne aus der Veräußerung von Aktien und von Aktienfondsanteilen sowie durch Verbesserungen bei den Verrechnungsregelungen von Verlusten aus Aktiengeschäften.

Verbessert werden sollen die steuerlichen Rahmenbedingungen für die Mitarbeiterkapitalbeteiligung und stärkere Teilhabe der Arbeitnehmer am Erfolg ihres Unternehmens. Hierzu zählen

  • die Erhöhung des Freibetrags für Mitarbeiterkapitalbeteiligungen von 1.440 Euro auf 5.000 Euro (§ 3 Nr. 39 EStG),
  • eine Ausweitung der Vorschriften zur aufgeschobenen Besteuerung der geldwerten Vorteile aus Vermögensbeteiligung von Arbeitnehmenden in § 19a EStG sowie
  • eine Erhöhung der Arbeitnehmer-Sparzulage bei der Anlage vermögenswirksamer Leistungen in Vermögensbeteiligungen.

Das Zukunftsfinanzierungsgesetz soll noch in der ersten Hälfte der Legislatur in Kraft treten, damit die Maßnahmen sowohl der Wirtschaft, den Mitarbeitern als auch den Sparerinnen und Sparern zügig zugutekommen können.

Das Eckpunktepapier ist auf der Homepage des BMF veröffentlicht.

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