Altersrentner: Prüfung der Hinzuverdienstgrenze

Die Rentenversicherung prüft jeweils zum 1. Juli eines Jahres, ob die Hinzuverdienstgrenze überschritten wird.

Für Arbeitnehmer, die eine vorgezogene Altersrente beziehen, gilt eine Hinzuverdienstgrenze. Wird diese Grenze überschritten, wird die vorgezogene Altersrente gekürzt.

Für das Jahr 2022 greift wie bereits für das Jahr 2021 eine erhöhte Verdienstgrenze in Höhe von 46.060 Euro. Rentner können daher bis zu 46.060 Euro im Kalenderjahr zu ihrer Rente hinzuverdienen, ohne dass diese gekürzt wird. Die vorübergehende Erhöhung der Verdienstgrenzen soll Personalengpässen entgegenwirken, die durch die Corona-Pandemie entstanden sind. Ab 2023 gilt voraussichtlich wieder die ursprüngliche Hinzuverdienstgrenze von 6.300 Euro pro Kalenderjahr.

Jeweils zum 1. Juli eines Jahres prüft der Rentenversicherungsträger den Hinzuverdienst und eine mögliche Rentenkürzung. Es wird verglichen, ob der tatsächlich im vergangenen Kalenderjahr erzielte Hinzuverdienst des beschäftigten Altersrentners die Hinzuverdienstgrenze überschreitet und mit der ursprünglichen Prognose übereinstimmt. Dieses Verfahren nennt sich Spitzabrechnung. Stimmen die Beträge nicht überein, wird die Rente rückwirkend neu berechnet. Ergibt sich nun eine Überzahlung, muss diese zurückgezahlt werden. War die Rente bisher zu niedrig festgesetzt, wird eine Nachzahlung ausgezahlt. Zu diesem Zeitpunkt wird dann auch für die kommenden zwölf Monate eine neue Prognose erstellt.

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